Hatha Yoga

Yoga ist ein Jahrtausende alter ganzheitlicher und individueller Erfahrungsweg.
Wir sind in unserem Alltagsbewusstsein nach außen gerichtet, immer erreichbar und im ständigen Vergleich mit anderen.
Das Ziel des Yoga wird beschrieben als das zur Ruhe kommen der seelisch-geistigen Bewegungen (Patañjali, Sutra I.2), genauer gesagt der Anhaftungen an die seelisch-geistigen Aktivitäten. Aus ihnen entstehen Gedanken, Emotionen und in der Folge Verspannungen des Körpers und des Geistes.
Im Hatha-Yoga wurde die wichtige Bedeutung des Körpers als Tempel unserer Seele erkannt. Es entwickelte sich zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert in Indien ein sehr kraftvoller Yoga, der den Körper über die Haltungen (Asana) trainierte, ihn widerstandsfähiger und beweglicher machte. Der Körper diente als Tor zu einer weiteren geistigen Entwicklung, er wurde durchlässig und lebendig.


Unsere Yogastunden beinhalten die Vielfältigkeit des klassischen Hatha-Yoga.

 

Asanas schenken dem Körper mehr Kraft und Flexibilität, lösen Verspannungen und Blockaden und versetzen ihn in die Lage mühelos aufgerichtet zu sitzen, damit wir uns unabgelenkt auf den Atem konzentrieren können. Wir erkennen, wie Atem und Gedanken wechselseitig aufeinander wirken. Dank der Vielzahl unterschiedlicher Atemübungen (Pranayama) lernen wir, über die sanfte Regulierung und Führung des Atems Einfluss auf unser Nervensystem und damit unseren Geist zu nehmen. „Wenn die Atmung in sich ruht, dann ruht auch der Geist“ (Hatha-Yoga Pradipika, II,2). Der Atem ist Träger unserer Lebensenergie (Prana). Diese Energie versuchen wir im Hatha-Yoga über Mudras umsichtig zu halten und zu lenken, um schließlich die Konzentration so stetig auf ein Objekt (z. B. den Atem) zu lenken, dass wir in der Meditation unser Bewusstsein nach innen führen, in unserer Mitte ruhen und das tiefe Gefühl einer immer vorhandenen inneren Freude spüren.


In unseren Yogastil fließen darüber hinaus Elemente des Faszien-Yoga und des Yin-Yoga ein. Die Faszien, als eine Form des Bindegewebes, umschließen alle Muskeln und Organe. Sie sind das Stützgerüst unseres Körpers. Sie grenzen die einzelnen Bereiche voneinander ab und verbinden sie 
gleichermaßen. Sie bedürfen einer regelmäßigen Dehnung und Aktivierung, um den körperlichen Bewegungsradius zu erhalten. Im Yin-Yoga werden die Asanas, oft unterstützt durch Bolster und Kissen, länger gehalten. So wird es dem Übenden möglich in einer Haltung bewusst loszulassen, die Haltung wirklich wahrzunehmen, sich in dem Asana nieder zu lassen.